Entstehung

Einem Gesuch der Verkehrsabteilung Winterthur folgend, erlaubte der damalige Chef des Offizierspostens Winterthur der Kantonspolizei Zürich seinen Mitarbeitern im Winterhalbjahr 1965, anstelle der wöchentlichen Turnstunde das Schlittschuhlaufen auf der Kunsteisbahn „Zelgli“ zu üben. Dass dabei bald auch die Eishockeystöcke mitgenommen und ein eigentliches Training – zeitweise sogar unter Leitung des damaligen Profi-Trainers des Nationalliga B-Clubs EHC Winterthur, Sandy Archer – aufgezogen wurde, versteht sich von selbst.
In der Folge wurden jährlich Freundschaftsspiele gegen eine Mannschaft der Verkehrsabteilung Zürich sowie der Stapo Winterthur ausgetragen. Einem Bedürfnis folgend und weil bis 1972 keine weiteren Polizeimannschaften zur Verfügung standen, wurden auch Spiele gegen andere Firmenmannschaften ausgetragen.

Im März 1972 gründete unser heutiges Ehrenmitglied Ernst Fischer (ehemals KTD Winterthur) den Eishockeyclub Kantonspolizei.

Nachdem auch die Stadtpolizei Zürich eine Mannschaft aufgebaut hatte, war es wiederum unser Ernst Fischer, der das erste Polizei-Eishockey-Turnier organisierte. Dieses erste Turnier wurde am 2. Dezember 1972 in Winterthur ausgetragen. Ab sofort gelangte das Turnier jedes Jahr, anfänglich nur mit drei Mannschaften, zur Austragung und die Schweizerische Polizei-Sport-Kommission (SPSK) anerkannte zwischenzeitlich das Turnier als offizielle Polizei-Eishockey-Schweizermeisterschaft. Hinzu kam etwas später das eintägige Eishockeyturnier um den Grischun-Cup und die Schweizermeisterschaft für Senioren. Beide Turniere sind jedes Jahr und werden durch den EHC Kantonspolizei Graubünden organisiert. Im Jahr 2000 entschied die SPSK, dass alle Schweizermeisterschaften im Polizeisport nur noch alle zwei Jahre durchgeführt werden dürfen. Die Eishockeyspieler hatten Mühe, diesen Entscheid zu akzeptieren, da man befürchtete, dass sich die Teams auflösen könnten, wenn sie nicht jährlich mit einem grossen Turnier gefordert würden. Da hatte der Präsident des EHC Kantonspolizei Zürich, Jürg Wuffli, die Idee, jeweils in den ungeraden Jahren im Kanton Zürich ein Turnier durchzuführen; der „SWISS-CUP“ war geboren. In seiner Begrüssung im Programm der ersten Austragung im 2003 schrieb er: „Wir haben uns ganz klar zum Ziel gesetzt, dieses Turnier in den ungeraden Jahren im Schweizerischen Polizeisport zu etablieren und wollen damit einen Beitrag zur Förderung der Kameradschaft unter Sport treibenden Polizistinnen und Polizisten leisten“. In diesem Sinne wurde der „SWISS-CUP“ als Pendant zur nur noch alle zwei Jahre zur Austragung kommenden Schweizermeisterschaft ins Leben gerufen. Bis heute hat unsere Mannschaft an offiziellen Schweizermeisterschaften unglaubliche 16 Mal – bei 34 Austragungen – den Titel eines Polizei-Schweizermeisters sowie 15 weitere Podestplätze errungen.

Clubaktivitäten heute

Unser Club besteht im Moment aus 26 Aktivmitgliedern, 42 Passivmitgliedern/Gönnern und vier Ehrenmitgliedern. Im Gegensatz zu den meisten Eishockey-Clubs der Schweiz steht unser Verein finanziell auf völlig gesunden Füssen. Unsere Eissaison dauert von Oktober bis ca. April und beinhaltet als Höhepunkte das Senioren-Turnier, den Grischun-Cup und alternierend die Schweizermeisterschaft und der Swiss-Cup. Zusätzlich haben unsere „Top-Cracks“ gemeinsam mit dem EHC Stapo Zürich bereits fünf Mal (1999 Innsbruck/A; 2000 in Whistler/CAN; 2002 Innsbruck/A; 2003 Anaheim/USA und 2004 Davos) mit respektablem Erfolg an den „International Police Winter Games“ teilgenommen. Einen weiteren Höhepunkt erlebte der EHC Kapo im 2009, als er an der 1. Europameisterschaft für Polizeimannschaften in Lyss teilnahm und dort die Bronzemedaille erkämpfte. Ein weiteres „Highlight“ für den EHC war die im Februar 2011 durchgeführte 1. Weltmeisterschaft für Polizeimannschaften in Lyss.

Damit wir optimal für diese Anlässe vorbereitet sind, bestreiten wir jede Saison einige Trainingsspiele gegen Senioren- und 3. Liga-Mannschaften. Da einige unserer Spieler noch in Aktivligen mitspielen, sind unsere Clubaktivitäten auf ein Minimum beschränkt. Zudem ist es heute in der Zeit des Individualsports sehr schwierig, die Mitglieder für zu viele Aktivitäten zu motivieren.

Zukunftsaussichten

Die grösste Herausforderung der Clubführung ist, dem Drang zum Individualsport entgegenzutreten und alle Mitglieder für mehr Engagement zu motivieren. Damit wir auch in Zukunft das sehr hohe Niveau der Polizei-Eishockeymannschaften mithalten und unsere Erfolge wiederholen können, benötigen wir jungen, hockeybegeisterten „Nachwuchs“. Gefragt sind Korpsangehörige, die Eishockeyerfahrung aus der 1. und 2. Liga mitbringen und diese in unsere Mannschaft einbringen wollen. Interessierte sind herzlich willkommen und können unverbindlich an einem Trainingsmatch mitmachen. Allen andern hockeybegeisterten Korpsangehörige steht selbstverständlich der zweite Eishockeyclub der Kantonspolizei Zürich, der EHC Kapo Zürich Flughafen, zur Verfügung.


gez. Präsident

   

Mitgliederbereich  

   
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