EHC Kapo Zürich an Weltmeisterschaft

Der EHC Kapo Zürich hat vom 13. bis 19. April 2015 in Liberec/CZ am Ice Hockey World Police Cup teilgenommen. Die Mannschaft wurde unterstützt von Spielern aus verschiedenen Polizeikorps und belegte den 7. Schlussrang.

Bereits die Anreise mit dem Kommandocar erwies sich als Test für die Kondition; zumindest was das Durchhaltevermögen im Sitzenbleiben betraf. Glücklicherweise plante unser Mannschaftsführer eine Übernachtung in Pilsen ein, was der allgemeinen Teambildung zu Gute kam. Am Turnier, welches im grosszügig angelegten ‚Sports Park Complex Liberec‘ ausgetragen wurde, nahmen zehn Mannschaften teil: Nebst dem Gastgeberland Tschechien standen zwei Mannschaften aus der Schweiz und je ein Team aus den USA, Deutschland, Österreich, Russland, Kanada, Slowenien und der Slowakei im Einsatz.

Die Teams spielten in zwei Gruppen gegeneinander. Nur die Erst- und Zweitplatzierten erreichten die Finalqualifikationsspiele und konnten noch um die Medaillen mitreden. Der EHC Kapo Zürich alias Suisse Police Selection startete in der Gruppe B ihre Vorrundenspiele gegen Switzerland 1 (Kapo Bern erheblich verstärkt), Slowakei, Österreich und Deutschland mit Spielzeiten von zwei Mal 20 Minuten netto.

Nachdem an den ersten zwei Tagen des Turniers die Trainingsmöglichkeiten genutzt worden waren stand am Dienstagnachmittag die offizielle Eröffnungsfeier mit verschiedenen hochrangigen Politikern, Militärvertretungen sowie Polizeikadern statt. Alle Mannschaften marschierten, flankiert von Cheerleaders, in den jeweiligen Teambekleidungen in das Eisstadion und lauschten den freundlichen Willkommensreden.

Am Mittwochmorgen wurde unser erstes Spiel gegen Deutschland angepfiffen. Mit einem motiviert Team fanden wir schnell zu unserem Spiel und führten rasch gegen unseren nördlichen Nachbarn. Nach einem Torhüterwechsel kamen die ersten Gegentreffer bis zum Endstand von 10:4 zu unseren Gunsten. Der Auftakt war also gelungen.

Am Nachmittag stand ein grösseres ‚Kaliber‘ auf dem Programm; die Mannschaft aus der Slowakei. Unseren Gegner konnten wir bereits im Training beobachten und unsere Vorahnung erwies sich leider als richtig. Die Slowaken waren uns grösstenteils läuferisch und technisch überlegen, was sich im Schlussresultat von 1:12 widerspiegelt. Den ersten Turniertag hatten wir also nur teilweise erfolgreich hinter uns gebracht. Trotzdem war die Stimmung im Team sehr gut, was zu Besuchen der verschiedenen kulturellen Möglichkeiten in Liberec führte.

Am zweiten Spieltag war der erste Gegner das Team aus Österreich. Trotz aufopferungsvollem Kampf ging das Spiel, notabene gegen ehemalige Profispieler, mit 1:9 verloren. Auch das zweite Spiel des Tages gegen die erste Schweizer Mannschaft ging gleich zu null verloren. Unsere Schweizer Kollegen wollten nicht das Gerücht aufkommen lassen, dass sie uns mit angezogener Handbremse zu Punkten verhelfen würden: Schlussresultat 11:0. Es darf auch angefügt werden, dass dieses Spiel von offizieller Seite mit Kameras verfolgt wurde. Somit war unser dritter Platz in der Gruppe B besiegelt. Das Platzierungsspiel um den 7. oder 8. Schlussrang gegen das Team aus den USA musste zeigen, wer noch die bessere Kondition hatte. Zum Unterschied der Vorrundenspiele ging es über die volle Zeitdistanz: also drei Mal 20 Minuten. Um es kurz zu machen, wir waren die bessere Mannschaft und hatten mit zum Teil gekonnten Spielzügen schnell einen beruhigenden Vorsprung erzielt. Das Schlussresultat vom torreichen Match lautet 8:14 zu unseren Gunsten. Wir konnten das Turnier also auf dem 7. Schlussrang beenden, was mit genügend isotonischen Getränken gefeiert wurde.

Im spannenden Finalspiel trafen die Slowakei und Russland aufeinander. Es war ein hochstehendes Spiel zweier Mannschaften die es, technisch gesehen, verdient hatten, den Sieger des Turniers auszuspielen. Nach der regulären Spielzeit und der Verlängerung stand es 2:2. Im anschliessenden Penaltyschiessen führte erst der letzte Schuss der slowakischen Mannschaft zur Entscheidung.

Schlussrangliste:

  1. Slowakei
  2. Russland
  3. Tschechische Republik
  4. Switzerland 1 (Bern)
  5. Team Kanada
  6. Österreich
  7. Suisse Police Selection (Zürich)
  8. USA
  9. Deutschland
  10. Slowenien

Nebst der sportlichen Betätigung auf der glatten Eisfläche wurden wir vom Puck-Sponsor zu einem Anlass im hauseigenen Schiesskeller eingeladen. Dabei wurden uns verschiedene Neuentwicklungen vorgestellt sowie die Möglichkeit geboten, uns in einem Wettbewerb mit Handfeuerwaffen zu messen. Ein Ausflug auf den 1012 Meter hohen Hausberg ‚Jested‘ von Liberec führte uns die landschaftliche Schönheit der Region vor Augen.

Abschliessend danken wir allen herzlich, die uns die Teilnahme am Turnier ermöglicht haben. Ein spezieller Dank geht an das Kommando der Kapo Zürich für die Unterstützung, an die Sponsoren und den Staff.

   

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